Qigong während der Schwangerschaft

Was ist Qigong?

Qigong ist eine uralte Selbstheilungsmethode, um den Fluss der Energie zu regulieren und Entspannung zu fördern. Qigong ist ein wichtiger Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin, nach der die Lebensenergie (Qi), in einem System von Leitbahnen im Körper strömt. Der freie Fluss des Qi ist die Grundlage für unser körperliches und seelisches Wohlbefinden.

Qigong während der Schwangerschaft

Qigong kann man mit Begleitung von einem ausgebildeten Leiter(in) problemlos während der Schwangerschaft geübt werden. Neben Entspannung und allgemeines Wohlbefinden, kann Qigong eine Reihe positiver Wirkungen haben:

Auf der körperlichen Ebene:

  • Nieren sind in der TCM zuständig für den Hormonhaushalt. In der Schwangerschaft findet eine starke Hormonumstellung statt, die u.a. Übelkeit verursachen kann. Durch die Stärkung der Nieren kann man Übelkeit mindern. Auch als Vorbereitung für die Stillzeit ist es empfehlenswert, die Nieren zu stärken, denn die Produktion von Muttermilch wird auch hormonell geregelt.
  • Durch das Gewicht, nehmen schwangere Frauen eine neue Haltung ein, was auch Rückenschmerzen verursachen kann. Rückenschmerzen können auch durch die Lockerung der Bänder durch die Schwangerschaftshormone entstehen. Qigong hilft die Wirbelsäule zu entlasten, lockert Verspannungen und kann auch Rückenschmerzen lindern.
  • Im Qigong – Zustand wird die Blutzirkulation angeregt, so dass alle Organe positiv stimuliert werden. Beim langfristigen Üben, können Nahrung und Sauerstoff besser verwertet werden. Die Übungen wirken ausgleichend auf die Körperfunktionen, wie z.B. Deinen Blutdruck und sind hilfreich bei Ödemen.
  • Viele Frauen haben während der Schwangerschaft keinen ruhigen Schlaf. Die Entspannungsmethode von Qigong können bei Schlafstörungen helfen
  • Nach dem Qigong fühlt man sich insgesamt kraftvoller und frischer. Diese Kraft brauchen schwangere Frauen beim Geburtsvorgang
  • Geburt ist ein Wechselakt zwischen An- und Entspannung. Die Entspannung in der Wehenpause ist genauso wichtig wie die Anspannung. Wer in Entspannungstechniken geübt ist, kann zwischen den Wehen besser loslassen. Dadurch wird die Geburt erleichtert und kann auch die Schmerzen lindern.
  • Entspannende Atemübungen bereiten auf die stressige Situation unter der Geburt vor und helfen Atemnot und Hyperventilation zu verhindern.

Auf der psychischen Ebene:

 

  • Das Gefühl von Freude und Verbindung wird gestärkt, was sich positiv auf die Bindung zwischen Mutter und Baby auswirkt.
  • „Ich stehe fest auf der Erde, über mir wölbt sich der Himmel“. Die Vorstellung, im Einklang mit diesen beiden Quellen zu sein, ist im Qigong elementar. Qigong stärkt die eigene Mitte, was uns inneren Frieden und emotionale Stabilität gibt.
  • Die Geburt ist ein Einzelakt, ohne mögliche Generalprobe. Viele Frauen haben Angst davor, weil man sich nicht richtig vorbereiten kann. Qigong ist eine wundervolle Stress- und Angstbewältigungsmethode, die auch die innere Ruhe und Harmonie fördert. Mit der Übung wächst das Vertrauen der Frauen in dem eigenen Körper und unnötige Sorgen können losgelassen werden.
  • Wegbereiter für danach: Schwangeren konzentrieren sich oft nur auf die Geburt, dabei ist diese nur ein Anfang. Was danach kommt ist ein wundervoller Weg… bringt auch sehr viel Unsicherheit. Wer sich psychisch und seelisch gut vorbereitet hat, bleibt gelassener, wenn es  mal stressig wird.

Wie wirkt das auf das Baby:

  • Jeder Mensch hat vor- und nachgeburtliches Qi. Das vorgeburtliche Qi ist eine bestimmte Menge, die u.a. vom Verlauf der Schwangerschaft beeinflusst wird. Wenn Frauen Qigong während der Schwangerschaft üben, steigern sie auch das Qi vom Baby.
  • Die Bindung zwischen Mutter und Baby ist sehr stark in der Schwangerschaft. Babys nehmen alle Emotionen wahr, die die Mütter fühlen. Innere Ruhe, Freude und Vertrauen der Mütter fördern gesundere Emotionen bei Babys im späteren Leben.

Was machen wir im Kurs

  • Übungen für die Stärkung der Nieren und Öffnung des Herzes
  • Atemübungen
  • Visualisierungen, um schnell in die Entspannung zu kommen (hilfreich bei der Geburt)
  • Verbindung mit dem Baby fördern
  • Meditation
  • Aufmerksamkeit auf den Beckenboden

Neben der Kräftigung der Nieren sind Entspannungsübungen und Atemtechniken ein wesentlicher Bestandteil des Kurses. Du lernst Deine Atemzüge zu kontrollieren; langsamer, ruhiger und kraftvoller zu atmen. Vorstellungskraft und Gedankenführung spielen auch eine zentrale Rolle. Du weckst Deinen „inneren Blick“. Dadurch lernst Du auf Deinen Körper zu hören und nimmst Dein Kind intensiver wahr.

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